Macht eine Brille die Augen schlechter?

Viele Menschen benötigen eine Brille, doch es gibt immer noch die Meinung, dass dadurch die Augen schlechter werden. Hier können dann wirklich nur die Augenärzte einmal richtig aufklären.

Die Augen werden träge und faul

Auch das wird der Brille nachgesagt, doch das stimmt so nicht wirklich. Doch es gibt auch die Aussage, dass jemand der gelegentlich auf die Sehhilfe verzichtet, der kann nachlassender Sehschärfe vorbeugen. Zumindest sind Experten im Forschungszentrum in Tübingen dieser Meinung. Doch hier muss dann noch einiges erklärt werden, denn im Alter lässt das Sehvermögen bei vielen Menschen einfach nach. Dies betrifft auch die Kurzsichtigkeit, wo also in der Ferne die Sicht unscharf ist. Dies kommt daher, dass der Augapfel übermäßig lang ist. Hier bricht sich das einfallende Licht an der falschen Stelle auf der Netzhaut. Damit verschwimmen die Konturen der Umwelt. Wer weitsichtig ist, hat dann wiederum ein anderes Problem. Denn hier funktioniert die Brechung Weges des zu kurzen Augapfels nicht. Daher wird alles in der Nähe auch unscharf. Dann gibt es noch die Altersweitsichtigkeit, wofür die nachlassende Flexibilität der Augenlinse verantwortlich ist. Somit haben die unterschiedlichen Fehlsichtigkeit alle einen anatomischen Ursprung. Hier können angepasste Brillengläser dann die fehlerhafte Anatomie ausgleichen. Aber leider hält sich der Mythos um die Brillen immer noch hartnäckig, dass eine Brille die Sehkraft verschlechtern würde. Die Augen würden sich auf die Sehhilfe verlassen und somit faul und träge werden. Hier würden Forscher und Ärzte energisch wiedersprechen, denn es ist eher umgekehrt. Denn die Sehhilfe regt die Netzhaut eher an, was aber nur durch ein scharfes Bild geht. Ein unscharfes Bild kann dies nicht erreichen, vielmehr kann das sogar gefährlich werden. Doch es geht noch besser, denn eine Brille kann die Augen selbst und die Sehkraft nicht verbessern oder verschlechtern, womit dann das Gerücht als absolut falsch gilt.

Ein Gefühl, das täuscht

Einige Brillenträger haben das Gefühl, das diese ohne Brille viel schlechter sehen als dies vorher der Fall war. Natürlich sind dann die Augengläser daran schuld, was so aber nun wirklich nicht stimmt. Es entsteht nur der Eindruck, denn hier wird das scharfe Bild durch die Brille mit dem unscharfen ohne Brille verglichen. Natürlich ist ohne Brill das Bild verschwommen, also denkt der Nutzer, das er schlechter sieht als vorher. Also handelt es sich hierbei um einen Streich, der uns teilweise dann auch das Gehirn liefert. Dabei kann unser Auge eine halbe Dioptrie durch Konzentration ausgleichen. Dazu gehört natürlich ein gewisses Augentraining, was allerdings nur durch einen Brillenverzicht geht. Dabei versucht jemand bei einem unscharfen Bild mehr zu erkennen. Hier wird die Kontrastempfindlichkeit hochgefahren, um die feinen Details besser zu erkennen. Allerdings ist das nur bedingt möglich, denn was nicht vorhanden ist, kann auch nicht trainiert oder verstärkt werden. Also wenn keine Details abgebildet werden, dann kann hier auch die Kontrastadaption nichts mehr retten. Wenn überhaupt geht dies nur eine halbe Dioptrie, was dann nicht sehr viel ist. Wer also schlecht sieht, der sollte ruhig eine Brille tragen. Denn die Augen werden bestimmt nicht mehr besser.

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